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Kommen Sie mit in die Brauerei:
Ein Flash-Film lässt Sie in Bottiche und Tanks schauen und zeigt Ihnen, wie aus nur
vier Rohstof- fen köstliches Bier gebraut wird.
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Bier brauen: Wie geht das?
Bierbrauen ist eine handwerkliche Kunst, die in ihren Ursprüngen Tausende Jahre alt ist. Schon im
16. Jahrhundert braute man nach dem Reinheitsgebot von 1516. Das älteste Lebensmittelgesetz
der Welt legt fest, dass Bier nur aus Malz, Hopfen und Wasser und damit gänzlich ohne weitere Zusätze
gebraut werden darf.

Auf bestem Boden
In den Hochlagen des fränkischen Jura wird Pyraser Braugerste von Vertragslandwirten unter strenger
Kontrolle angebaut. Nach dem Dreschen kommt die Braugerste in die Mälzerei.

Das Mälzen
Mälzereien in der Region verarbeiten die Pyraser Braugerste zu Malz. Dazu wird sie befeuchtet (Weichen)
und so zum Keimen gebracht. Natürliche Enzyme bilden sich, die später beim Brauprozess das Gerstenmehl
(Stärke) in Malzzucker umwandeln. Nach wenigen Tagen werden die kleinen Keime durch Trocknen (Darren)
abgetrennt. Sie sind ein wertvolles Futtermittel. Bei niedrigen Darrtemperaturen entsteht helles Malz,
bei hohen dunkles Malz. Die Malzfarbe entscheidet über die spätere Bierfarbe und den Geschmack.

Im Sudhaus
Hier wird das Braumalz geschrotet und mit warmem Brauwasser vermischt (Maischen). Für einen Liter Bier
braucht man etwa je nach Sorte zwischen 100 und 200 Gramm Malz. Das Felsquellwasser aus den drei eigenen
Tiefbrunnen ist ohne Aufbereitung zum Bierbrauen geeignet! Auf diese Besonderheit sind die Pyraser sehr
stolz.
Die Maische wird schrittweise erwärmt. Dabei wandelt sich die unlösliche Stärke mit Hilfe der natürlichen
Enzyme in löslichen Malzzucker. Im Läuterbottich mit seinem Siebboden wird anschließend die Malzzuckerlösung
(Würze) abgetrennt (Abläutern) und fließt in die Sudpfanne. Die zurückbleibenden Kornreste (Treber) sind
hochwertige Futtermittel für die Landwirtschaft.
Die Würze wird in der Sudpfanne auf den gewünschten Stammwürzegehalt (Grad Plato = % Malzzucker) eingekocht.
Ein Vakuumverfahren hilft hier, Energie zu sparen. Für das angenehm bittere Aroma wird eine kleine Menge
Hopfen (etwa 1 Gramm pro Liter) mitgekocht.
Den Hopfen für Pyraser Bier erzeugen Hopfenbauern in der Nachbarschaft. Für das Hopfenpflückerpils kommt der
Hopfen aus dem kleinen Schauhopfengarten der Brauerei, der Ende August nach alter Tradition von fleißigen Händen
gepflückt wird.
Nach dem Kochen wird die Würze in den Whirlpool gepumpt (Ausschlagen). Dort setzen sich Hopfen- und Eiweißreste
ab. Danach wird die Würze über einen Wärmetauscher mit kaltem Brauwasser abgekühlt, das dabei zur Energiesparung
vorgewärmt wird.

Gärung und Reifung
Eine spezielle Reinzuchthefe wird der abgekühlten Würze zugegeben. In großen Tanks gärt sie bei Temperaturen
zwischen 10°C (untergärige Biere) und 20°C (obergärige Biere). Untergärige Hefe setzt sich nach Abschluss der
Gärung unten ab, obergärige schwimmt oben auf dem Jungbier. Überschüssige Bierhefe ist ein wichtiges eiweiß-
und vitaminhaltiges Futtermittel.
Innerhalb weniger Tage entsteht aus dem Malzzucker Alkohol und Kohlensäure. Bei 12%iger Würze sind das rund
5% Alkohol. Das Jungbier reift anschließend für zwei bis drei Wochen bei -2°C (Kaltreifung). Dies ist
das natürlichste und schonendste Reifungsverfahren, weil dabei auf künstliche Hilfsmittel zur Filtration
verzichtet wird.
Die Hälfte der Pyraser Biere kommt unfiltriert auf den Tisch. Einige Sorten werden mit einer Zentrifuge
vorgeklärt und besonders schonend gefiltert. Nur so bleibt der volle, abgerundete Geschmack erhalten.

Abfüllung
24.000 Flaschen je Stunde werden in der Abfüllanlage entschraubt, gereinigt und wieder gefüllt. Aus Pyras
kommen keine Einwegflaschen. Das schont die Umwelt, denn jede Pyraser Individualflasche kommt rund 50 Mal
zur Wiederbefüllung in die Brauerei zurück! Die Drehverschlüsse aus Aluminium werden eingeschmolzen und
sind wertvoller Rohstoff.
In Edelstahlfässer mit 20, 30 und 50 Liter werden nur noch knapp 20% des Bierausstoßes abgefüllt. Die schwere
Arbeit mit den Fässern übernimmt hier ein Roboter.

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